Die Casa Rossa in Chemnitz stand rund 30 Jahre leer, bevor sie vom Architekturbüro Bodensteiner Fest im Zuge einer Zwangsversteigerung erworben wurde. Das Gebäude von 1910 musste zunächst in seiner Standsicherheit gesichert und die stark geschädigte Bausubstanz stabilisiert werden, bevor die eigentliche Sanierung beginnen konnte.
Ein zentrales Thema des Projekts war die Wiederverwendung vorhandener Bauteile. Als Kontrast zu den neu eingefügten Elementen wurden die Ziegelwände des Treppenhauses sowie ausgewählter Wohnbereiche vom Putz befreit und mit wiederverwendeten Originalziegeln ergänzt. Diese stammten aus dem ehemaligen Waschhaus im Hof und wurden vor allem für die Aufstockung des Treppenhauses eingesetzt.
Auch im Innenausbau wurde ressourcenschonend gearbeitet: Die historischen Wohnungstüren wurden vor der Sanierung ausgebaut, zwischengelagert und anschließend an ihrem ursprünglichen Ort wieder eingebaut. Erhaltenswerte Zimmertüren wurden zudem restauriert und gebündelt in einer Wohnung wiederverwendet.
bodensteiner fest, München
bodensteiner fest, München
Matthias Taube, Chemnitz
IB Trautvetter, Burgstädt
IB Kundisch, Chemnitz